Licht im Dunkeln: Wege zur Erleichterung bei fortgeschrittenem Krebs und Sehverlust

Wenn eine Krebserkrankung das Augenlicht raubt und Metastasen in der Hüfte die Beweglichkeit einschränken, verändert sich der Alltag radikal. Für Betroffene und Angehörige stellt sich die Frage: Wie können wir trotz dieser massiven Einschränkungen Würde, Komfort und ein Stück Selbstständigkeit bewahren?

Neben der medizinischen Schmerztherapie spielt ein oft unterschätzter Faktor eine zentrale Rolle: Die Kleidung und die tägliche Routine.

Warum „Phantasiebilder“ auftauchen

Wenn die Augen keine Signale mehr senden, beginnt das Gehirn oft, eigene Bilder zu erzeugen – das sogenannte Charles-Bonnet-Syndrom. Diese Halluzinationen (Muster, Gesichter oder Landschaften) sind kein Zeichen von geistigem Verfall, sondern ein verzweifelter Versuch des Sehzentrums, die Leere zu füllen. Die Aufklärung darüber nimmt oft den ersten großen Druck von der Seele des Patienten.

Herausforderung Hüfte: Schmerzvermeidung durch adaptive Mode

Bei Hüftmetastasen wird jede Bewegung, jedes An- und Ausziehen zur Belastungsprobe. Herkömmliche Kleidung ist oft zu eng, zu schwer oder zu kompliziert. Hier setzt adaptive Mode von Tamonda an, die speziell darauf ausgerichtet ist, Schmerzen zu minimieren und den Kraftaufwand zu reduzieren:

1. Leichtigkeit, die man nicht spürt

In fortgeschrittenen Stadien wird das Gewicht von schwerer Kleidung (wie schweren Jeans oder dicken Pullovern) oft als schmerzhafter Druck empfunden.

  • Der Fokus: Materialien mit geringem Eigengewicht, die den Körper nicht belasten, aber dennoch weich und wärmend sind.

2. Barrierefreies Ankleiden

Hüftschmerzen machen das Heben der Beine oft unmöglich. Adaptive Kleidung löst dies durch:

3. Orientierung ohne Augenlicht

Für einen blinden Patienten ist es schwer zu tasten, wo bei einem Kleidungsstück „vorne“ oder „hinten“ ist.

  • Reha-Hosen mit Orientierungshilfen: Durch haptische Merkmale (auffällige Nähte oder fühlbare Markierungen wie Bänder im Bund) erkennt der Patient oder die Pflegekraft sofort die richtige Ausrichtung. Das erspart unnötiges Wenden und Drehen, was die Hüfte belasten würde.

4. Sicherheit und Freiheit für die Füße

Das Sturzrisiko ist bei Sehverlust und Hüftinstabilität extrem hoch.

  • Hands-free Schuhe: Innovative Schuhe, in die man einfach hineingleiten kann, ohne sich bücken oder die Hände benutzen zu müssen, bewahren ein Stück Autonomie.

  • Klettverschlüsse: Sie lassen sich auch bei eingeschränkter Feinmotorik leicht bedienen.

  • Sichere Laufsohlen: Rutschfeste Sohlen bieten den nötigen Halt auf dem Boden, um die Unsicherheit durch die Blindheit abzufedern.

Fazit: Lebensqualität durch kleine Anpassungen

Die Kombination aus Schmerztherapie und kluger, adaptiver Ausstattung kann den Alltag eines Krebspatienten massiv verbessern. Wenn das Anziehen nicht mehr mit Schmerzen in der Hüfte und Orientierungslosigkeit verbunden ist, bleibt mehr Energie für das Wesentliche: Zeit mit den Liebsten zu verbringen.

Ein Tipp für Angehörige: Achten Sie beim Kauf auf weiche Nähte, um Hautirritationen bei längerem Liegen zu vermeiden. Kleidung sollte den Patienten unterstützen, nicht behindern.


Die Rolle der Basalen Stimulation und olfaktorischen Orientierung

Wenn das Sehen wegfällt, rücken Fühlen und Riechen ins Zentrum. Hier hilft das Konzept der Basalen Stimulation:

  • Orientierung durch Gerüche: Düfte sind starke emotionale und räumliche Anker. Durch gezielt platzierte Duftsäckchen (z. B. Lavendel im Schlafbereich, frische Zitrone im Bad oder Kaffeebohnen in der Küche) kann sich ein blinder Patient im Haus orientieren, ohne sehen zu müssen. Der Geruch signalisiert dem Gehirn sofort: „Ich bin jetzt im Badezimmer.“

  • Körpererfahrung: Sanfte Waschungen oder das Einreiben mit vertrauten Ölen helfen dem Patienten, die Grenzen des eigenen Körpers wieder besser wahrzunehmen, was besonders bei Lähmungserscheinungen oder starken Schmerzen beruhigend wirkt.

Schulungen durch Blindenlehrer (Rehabilitationsfachkräfte)

Viele wissen nicht, dass man auch in einer palliativen Situation die Hilfe von Spezialisten für Orientierung und Mobilität (O&M) in Anspruch nehmen kann.

  • Expertise ins Haus holen: Ein Blindenlehrer schult nicht nur den Patienten, sondern auch die Angehörigen. Er zeigt, wie man führt, ohne die Hüfte zu belasten, und wie man haptische Markierungen in der Wohnung so setzt, dass sie intuitiv verständlich sind.

  • Kommunikationstraining: Sie lernen Techniken, wie Informationen (z. B. die Lage des Essens auf dem Teller nach der „Uhrzeit-Methode“) schmerzfrei und klar vermittelt werden.

Die Wohnung als sicherer Hafen: Anpassungen bei Blindheit und Hüftschmerz

Wenn das Augenlicht fehlt und jeder Schritt in der Hüfte schmerzt, lauern in der gewohnten Umgebung Gefahren. Mit diesen Anpassungen schaffen Sie Sicherheit und Orientierung:

1. Stolperfallen konsequent entfernen

Was früher kein Problem war, wird jetzt zur Gefahr. Entfernen Sie alle losen Teppiche, Läufer und Kabel vom Boden. Da der Patient Hindernisse nicht mehr sieht und die Hüfte keine schnellen Ausgleichsbewegungen zulässt, endet ein Stolpern oft in einem schmerzhaften Sturz.

2. Akustische und haptische Leitsysteme

Da das Auge als Leitsinn ausfällt, muss die Wohnung „fühlbar“ werden:

  • Führungslinien: Ein Handlauf im Flur oder auch nur eine vertraute Möbelkante, an der man sich entlangtasten kann, gibt Sicherheit.

  • Akustische Signale: Markieren Sie wichtige Durchgänge oder Hindernisse (z. B. eine kleine Stufe) mit unterschiedlichen Bodenbelägen (z. B. eine Gummimatte vor der Badezimmertür), die beim Betreten ein anderes Geräusch oder Gefühl unter den Sohlen erzeugen.

3. Ergonomie für die Hüfte

  • Sitzerhöhungen: Ein zu tiefes Sofa ist Gift für eine schmerzende Hüfte. Nutzen Sie Sitzerhöhungen oder feste Sessel mit Armlehnen, die das Aufstehen erleichtern.

  • Alles in Reichweite: Platzieren Sie Telefon, Wasser und Medikamente immer an exakt derselben Stelle auf Griffhöhe. Für einen Blinden ist Beständigkeit die wichtigste Form der Freiheit.

4. Die „Sprechende Umgebung“

Kündigen Sie Veränderungen im Raum immer an. Wenn ein Stuhl verrückt wurde oder Sie den Raum betreten, sagen Sie es. Das verhindert Schreckmomente, die zu ruckartigen, schmerzhaften Bewegungen in der Hüfte führen könnten.


Fazit: Lebensqualität durch kleine Anpassungen

Die Kombination aus professioneller Schmerztherapie, kluger adaptiver Kleidung und einer gesicherten Umgebung kann den Alltag massiv verbessern. Wenn das Anziehen nicht mehr schmerzt und der Weg zum Sessel sicher ist, bleibt mehr Energie für das Wesentliche: Die kostbare gemeinsame Zeit.

Ein Tipp für Angehörige: Fragen Sie bei Ihrer Pflegekasse nach einem „Zuschuss für wohnumfeldverbessernde Maßnahmen“. Oft werden Umbauten wie Haltegriffe oder Sitzerhöhungen finanziell unterstützt.


Hilfe und Unterstützung

Sollten Sie Fragen zur Schmerzeinstellung oder zur Beschaffung von Hilfsmitteln haben, ist ein Palliativteam (SAPV) der richtige Ansprechpartner. Sie helfen dabei, das Zuhause in einen Ort der Ruhe zu verwandeln.

 

Wenn Sie Fragen haben, welche Größe Sie in einem bestimmten Kleidungsstück haben sollten, wenden Sie sich bitte an unser Kundendienstteam von Tamonda, das Ihnen helfen kann – zögern Sie nicht uns zu kontaktieren.

Adaptive Mode von Tamonda unterstützt die tägliche Versorgung mit praktischem Komfort bei Krebs, Hüftproblemen, Erblindung, Arthritis, Rheuma, Demenz, Alzheimer, Diabetes, MS, Lähmung, Schlaganfall, Bettlägerigkeit, Pflegebedürftigkeit und Rollstuhlabhängigkeit.

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Über den Autor

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