Hanna und ihre Pflegerin Christina – Ankleiden bei Demenz

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Hanna lebt seit einem Jahr in einer Pflegeeinrichtung, die sich auf die Betreuung und Pflege Demenz- und Alzheimererkrankte spezialisiert hat. Hanna und ihre Pflegerin Christina haben heute einen schwierigen Tag erwischt.

Christina hat ihre demente Ausreißerin so rechtzeitig gefunden, dass diese nur Zeit hatte, ihre Inkontinenzvorlage heimlich irgendwo zu entsorgen und mit heruntergelassener Hose, die noch um einen Knöchel hängt, über den Flur zu schlurfen. Sie kann gerade noch unter den Ellbogen der kleinen Dame greifen, ehe diese ins Straucheln gerät. Hanna ist darüber allerdings weit weniger erfreut. Sie faucht, kratzt und wehrt sich mit Händen und Füßen, als die Pflegerin verzweifelt versucht die zappelige Patientin auf dem Gang wieder anzukleiden. Als es ihr schließlich gelingt, läßt Hanna prompt unkontrolliert Wasser. Der Urin läuft innen an ihren Hosenbeinen hinab. Christina seufzt – immerhin muss sie gleich nichts schlimmeres aufwischen – und führt Hanna wieder in ihr Zimmer.

Geduldig läßt sie sie auf einem Stuhl Platz nehmen, während sie ihr eine frische Hose und saubere Unterwäsche aus dem Schrank holt.

Hanna schmollt.

„Das Blaue, das Blaue, das Blaue“, sagt sie immer und immer wieder und wird dabei stetig lauter, bis sie schließlich mit brüchiger Stimme kreischt.

Christina weiß, dass sie das blaue Kleid in ihrem Schrank meint.

Das Kleid mit dem seitlichen Reißverschluss, bei dem der Einstieg viel zu eng und das figurbetonte Innenfutter beim Über den Kopf ziehen unangenehm ist. Außerdem ist es so eng, dass das Tragen der Inkontinenzvorlagen und erst recht das Wechseln unpraktisch ist – und Christina kann sich nicht vorzustellen, wie sie es bewerkstelligen sollte, Hanna dieses Kleid ohne Anstrengung anzuziehen. Also entscheidet sie sich für eine Jogginghose, die zwar weder fraulich noch sehr attraktiv ist, aber wenigstens schnell überzuziehen. Denn mit Geduld braucht sie heute nicht zu rechnen.

Mit Engelszungen redet sie auf Hanna ein, bis diese sich wenigstens die Unterwäsche wieder anziehen lässt und nach weiteren mühseligen Minuten gelingt es ihr auch Hanna die Jogginghose überzustreifen. Christina weiß, dass Hanna viel lieber Kleider tragen würde. Als ehemalige Chefsekretärin einer Versicherung ist sie schöne Röcke und Kleider gewohnt gewesen – das sieht man noch immer an den vielen ungenutzten Kleidungsstücken in ihrem Schrank. Aber aus praktischen Gründen muss sie nun schon lange darauf verzichten. Christina ahnt auch, dass selbst wenn heute einer der besseren Tage wäre und Hanna sich sehr schnell wieder beruhigen lassen würde, sie die Hose doch noch mindestens zwei- oder dreimal wieder ausziehen wird.

Nach dem Aufwischen und Wäsche sortieren begleitet die Pflegerin ihre Patientin zur Kaffeerunde und setzt sie auf ihren Platz. Noch ehe sich die Milch in Hannas Tee richtig verteilen konnte, hat Hanna auch schon den Inhalt der Tasse über ihr Shirt und die frische Hose verschüttet. Als Christina ihr kurze Zeit später wieder aufhilft, um sie ein weiteres Mal umzuziehen, bekommt Hanna einen Schreikrampf. „Nein, nein, nein“, kreischt sie und jammert, „Nicht jetzt, nicht jetzt …“ Sie macht sich ganz steif, doch auch diesen Anfall läßt Christina einfach an sich vorbeiziehen. Sie weiß, dass Hanna ihr tief im Herzen gar nicht böse ist und sie auch nicht ärgern will. Im Gegenteil, es ist ihre eigene Unzulänglichkeit und der Unmut darüber, der sich bei ihrer dementen Patientin so laut äußert. Aber auch sie wünscht, dass das An- und Ausziehen für beide nicht ganz so eine Tortur wäre. Denn einfach sind selbst die guten Tage für Pflegerin Christina nicht.

Wie viel leichter wäre es für Hanna, wenn sie sich entspannt hinsetzen könnte und am Ende in einem Kleid hübsch angezogen wäre. Denn dement oder nicht, Schwester Christina weiß genau, dass Hanna darauf immer noch sehr viel Wert legt.

 

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Hannas Tochter erfährt von dem aktuellen Kleiderproblem.

Nachdem Christina ihr von dem sehnlichen Wunsch ihrer Mutter erzählt hat, endlich wieder Kleider tragen zu können, hat sie sich informiert.

Hanna bekommt an diesem Sonntag ein Geschenk und Christina ist dabei, als die alte Dame in einem recht wachen Moment ihr Paket auspackt und ihr ein elegant geschnittenes Kleid in einem frischen Blau und schönem Design entgegenkommt. Sie blickt von Christina zu ihrer Tochter und zurück. Die beiden jüngeren Frauen sehen sich an und lächeln. Es gefällt ihr. Wunderbar!

Dann helfen sie Hanna aus ihrer Jogginghose und dem T-Shirt. Hanna macht motiviert mit und streift die Sachen, die ihr gar nicht gefallen von sich.

Sie setzt sich auf ihren Bekleidungsstuhl und reicht ihre Arme zum Ankleiden. Ganz bequem gleiten die Ärmel und Christina führt das Kleid zu den Schulter. Entspannt lässt sich Hanna anziehen. Es ist ihr angenehm und ohne körperliche Anstrengung. Der Stoff ist leicht und anschmiegsam und fühlt sich angenehm auf der zarten Haut. Ihre Pflegerin geht um sie herum und schließt das Kleid am Rücken erst auf der linken Schulterseite und dann auf der rechten Schulterseite. So lässt sich also ganz leicht und mühelos ein wunderschönes Kleid im Sitzen anziehen, das sich komfortabel an Schultern und im Rücken mit Druckknöpfen schließen lässt. Christina ist so erleichtert und freut sich über dieses wunderschöne Kleid an ihrer Hannah und denkt heimlich für sich, das mit dem durchdachten raffinierten Schnitt das assistierte Ankleiden viel leichter ist als mit herkömmlicher Kleidung. Und wie gut geht es ihrer Hannah dabei. Eine so entspannte Atmosphäre ist es wert!

Als Hanna aufsteht und sich wiegt, schmiegt sich der Stoff an sie und umschmeichelt weiblich ihre Figur. Sie beginnt zu strahlen und dreht sich langsam um sich selbst. Als sie ihre Pirouette vollendet hat, haben alle drei Frauen vor Freude feuchte Augen. Jetzt haben sie noch viel Zeit und gehen gemütlich zusammen Kaffeetrinken.

 

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Pflegemode ist für Alzheimer und Demenz Erkrankte im späteren Stadium so konzipiert, dass der Patient, ohne jemals zu stehen bequem angekleidet werden kann.

Die Kleidungsstücke lassen sich vollständig öffnen, so dass die Pflegeperson das Kleidungsstück dem Patienten anlegen kann, ohne jemals seine Arme zu heben oder mit Halsöffnungen zu kämpfen. So schaffen Sie eine entspannte Atmosphäre! Mit Pflegemode nehmen sie den Kleidungsstress und die körperliche Anstrengung! Wahrlich hat Pflegemode einen therapeutischen Wert. Darüber hinaus können sie den Patienten von hinten kleiden, auch wenn der Patient mal ungehalten reagiert.

Bei jedem Oberteil sind die Druckknöpfe auf den Schultern platziert, um Druckstellen zu vermeiden, so dass der pflegebedürftige Patient nicht darauf sitzt oder auf einem Verschluss ruht.

Die funktionellen Hosen mit seitlichen oder hinteren Öffnungsmöglichkeiten gestatten es, beim Ankleiden sitzen zu bleiben. Die Hose hoch und runter zu ziehen ist leicht und an der Taille ist die Schließung mühelos einfach, ohne dabei zu Stehen!

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Über den Autor

Das Pflegemode-Team ist eine Gruppe von erfahrenen (Bekleidungs- und Pflege-)fachleuten. Aus unseren Erfahrungen teilen wir mit Ihnen die Tipps und Möglichkeiten, wie Sie und Ihre Liebsten, älteren Eltern, Patienten und Rollstuhlnutzern einen komfortablen und würdevollen Lebensstil erhalten.  Wenn in verschiedenen Situationen Behinderung und Alter das Ankleiden erschweren, können wir mit Ihnen gemeinsam herausfinden, wie Sie das Beste aus Ihrem Leben machen können.

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