Tipps für die Reha nach einer Hüftoperation

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Für diejenigen die sich einer Hüft-TEP Operation unterziehen wollen oder müssen, habe ich aus eigener Erfahrung folgende Vorschläge:

Zu meiner Person, ich bin 67 Jahre alt und wurde am 17.02 2021 mit einer neuen Hüfte ausgestattet. Soweit, so gut. Nach dem Krankenhausaufenthalt ging es sofort in die Rehabilitationsklinik. Da nicht nur in dieser Klinik sondern auch in anderen Kliniken als auch Krankenhäusern alles schleppend bearbeitet wird als auch die Patienten um jegliche ihnen zustehende Mittel fragen müssen, würde ich jedem einzelnen vorschlagen sich vorher bei dem behandelnden Orthopäden, Neurochirurgen oder Hausarzt folgende Mindestausstattung verschreiben zu lassen: zwei Gehhilfen, eine Greifzange, einen Strumpfanzieher, wobei es auch verschiedene auch für Stützstrümpfe gibt, einen kniehohen Schuhanzieher.

Ebenso sollte man sich zu Hause vorbereiten mit einer erhöhten Toilette, sicheren Haltegriffen, je nach Ausstattung des Bades eine sichere Einstiegsmöglichkeit in die Badewanne oder in die Dusche. Dazu kommen Mitarbeiter der Sanitätshäuser zum Kunden um vor Ort die Lage einschätzen zu können. Als Schuhwerk schlage ich persönlich feste Slipper oder aber Schuhe mit Klettverschlüssen oder Schnürschuhe mit Gummi Schnürbändern vor. Als Hosen sind Hosen mit Klettverschlüssen an den Seiten mit einem breiten Einstieg von Vorteil und mit einem nach unten hin weiteren Bein. Da das Personal des Öfteren überfordert ist mit allen Aufgaben, insbesondere derzeit, ist es ebenfalls von Vorteil seine eigenen Medikamente mitnehmen zu können bzw. sogar zu müssen als auch Hautpflege Cremes, und Zubehör, die es ermöglichen, die Pflegecremes auf entsprechende Körperteile aufzutragen wie zum Beispiel die Beine, wo man sich drei Monate nur bis zu einem Winkel von 90° bücken darf. Ich hoffe, mit dem kleinen Bericht, eine kleine Hilfestellung geben zu können, damit man die Rehabilitationsmaßnahme in vollem Umfang genießen kann als auch keinen Stress am Anfang zu Hause hat.

 

Welche Bewegungen sind nach einer Hüftoperation zu vermeiden?

Um zu vermeiden, dass das Gelenk in dieser Zeit auskugelt, wird häufig empfohlen, die Beine nicht zu überkreuzen, das betroffenen Bein nicht stark nach innen zu drehen, abzuspreizen oder um mehr als 90 grad anzuwinkeln, schweres Heben und Tragen oder Schieben von schweren Gegenständen zu vermeiden.  Ebenso sind Drehungen in Hüfthöhe zu vermeiden. Das Schlafen auf dem Rücken für mindestens sechs Wochen ist von Vorteil du, die Beine sollten nicht angestellt sein sondern gerade liegen wenn möglich.

Was passiert in den ersten Tagen in der Reha?

In den ersten Tagen in der Rehabilitationsmaßnahme erhält jeder Einzelne seinen speziellen Plan an bestimmten Übungen teilzunehmen wie zum Beispiel Koordinationstraining, Lymphdrainage, Einzeltherapie, Massage, Kältebehandlung der Wunde.

Diese Übungen sollten allerdings alle in Anspruch genommen werden, da sie einem selbst auch für die Zukunft helfen. Lassen Sie sich nicht irritieren, wenn die meisten Übungen mit Händen und Armen gemacht werden, unser gesamtes System hängt zusammen oder kurz und präzise gesagt, ohne unseren Kopf gehen auch die Beine nicht weiter.

Mir persönlich tat die Lymphdrainage sehr gut, als auch die Einzeltherapie, auch die speziellen Tepgruppen (zum Beispiel auf dem Hocker Sitzübungen „Hacke Fußspitze – Hacke Fußspitze“) und Koordinationsgruppen (linke Hand Daumen Zeigefinger, rechte Hand zeitgleich Daumen Kleiner Finger usw. und viele viele Konzentrationsübungen verbunden mit Bewegungen).

Woran man sich auf jeden Fall halten sollte ist, soweit mich die Erfahrung bisher gelehrt hat, ob man nun eine Teilbelastung oder eine Vollbelastung hat beziehungsweise von den Ärzten zugesagt bekommen hat, es ist immer wichtig es streckt sechs Wochen lang beide Gehstützen zur Hilfe zu nehmen. Der Grund dafür ist, dass manch einer vorher versucht so schnell als möglich auf eigenen Beinen zu stehen, jedoch dann ab und zu hinkt, was später schwer wieder abgewöhnt werden kann. Also bitte auf die Zähne beißen und mit beiden Gehstützen gehen.

In der Rehabilitationsklinik wird zuerst das Gehen an einem Wagen geübt und danach an den Gehhilfen, die 6 Wochen lang der ständige Begleiter sind. Mit den Gehhilfen übt man mit Hilfe des Physiotherapeuten im Krankenhaus und in der Rehabilitationsklinik das Steigen von Treppen und das Herabgehen von Treppen. Auch wenn am Anfang das Gehen schwer fällt, merkt man doch bald, dass es immer ein Stückchen besser wird und man wieder sicherer Laufen kann.

 

Was konnte ich, als ich in die Reha kam, und was kann ich heute nach der Reha wieder mehr?

Vor der Operation war es mir nicht mehr möglich aufgrund meines desolaten Hüftgelenkes Halt zu finden, sodass ich mich immer wieder festhalten musste. Nach der Operation war der Halt wieder gegeben und nun heißt es in allen Dingen, die vorweg beschrieben, üben, üben und nochmals üben. Seit 3 Tagen bin ich nun wieder zuhause. Und heute bin ich nach den normalen häuslichen Tätigkeiten schon 1,3 km selbständig gegangen, aber immer mit beiden Gehhilfen. Niemals vergessen!

Und tatsächlich genieße ich heute eine entspannte Ruhe für mich und freue mich, dass ich die aufregende Zeit in der Reha mit allen lieben Menschen um mich herum in guter Erinnerung behalten darf. Alle haben sich viel Mühe gegeben und sind ganz individuell auf meine Bedürfnisse eingegangen und manchmal hab ich nachgeholfen und gesagt, was ich brauche. Bei allem Positiven möchte ich darauf hinweisen, sich selbst und auch die Therapeuten kritisch zu betrachten, lieber zweimal nachfragen als überhaupt nicht.

Sollten Sie Fragen haben, kontaktieren Sie mich doch bitte über Facebook Messenger.

Ihre Heidi Burda

https://www.facebook.com/heidi.burda

 

 

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Über den Autor

Heidi Burda
Dipl. - Sozialpädagogin a.D.

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