Was man bei einem grippalen Infekt beachten muss

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Ob in häuslicher Umgebung oder in einer Pflegeeinrichtung kann ein grippaler Infekt für den geschwächten älteren Menschen eine enorme Strapaze sein. Mit viel Geduld und Liebe helfen Sie Ihrem geliebten Menschen.

Worauf Sie achten sollten:

  • Die Grippe tritt zumeist epidemisch auf mit einer Häufung in den Wintermonaten.
  • Die Ansteckung erfolgt durch Tröpfcheninfektionen, durch Niesen, durch Husten oder sogar durch Sprechen in die Raumluft abgegeben. Sie können mehrere Meter im Raum schweben, bevor sie zu Boden sinken.
  • Erkrankte Senioren können die Grippeviren zumeist ab dem Auftreten der ersten Symptome auf andere Personen übertragen. Nach vier bis sieben Tagen endet die Ansteckungsfähigkeit.
  • Eine häufige Begleiterscheinung einer Influenzaerkrankung ist die sog. „Superinfektion“. Der Erkrankte leidet also zunächst an einer Influenza, also an einer Viruserkrankung. Durch die damit verbundene Schwächung der Immunabwehr kommt es zusätzlich zu einer bakteriellen Infektion. Der gleichzeitige Angriff verschiedener Erregertypen überfordert die körperlichen Ressourcen vieler Senioren.
  • Bewohner von Alten- und Pflegeheimen sind aufgrund ihres Alters und ggf. vorliegender Grunderkrankungen stark gefährdet.
  • Gegen die Influenza existiert eine Impfung, die allerdings jedes Jahr wiederholt werden muss

Das sind die Anzeichen einer Grippeinfektion:

    • plötzliches hohes Fieber mit 39° C bis 40° C
    • Frösteln, Zähneklappern
    • Rasselgeräusche beim Atmen
    • geröteter Rachen
    • Rachenbeschwerden, insbesondere Schluckbeschwerden oder Heiserkeit
    • Unruhe und Schlafstörungen
    • angeschwollene Nasenschleimhaut
    • Kopf-, Glieder-, Muskel- u. Kreuzschmerzen
    • Husten
  • Kriterien für die Vorstellung beim Arzt bzw. für die Alarmierung des Notarztes:
    • Atemnot (Erhöhung der Atemfrequenz oder Zyanose)
    • starker Husten
    • eitriger Auswurf
    • hohes Fieber
    • nicht kompensierbarer Flüssigkeitsverlust
    • Kreislaufinstabilität
    • starke Schmerzen

Diese Anzeichen bitte immer beachten, die auch bei einer SARS-CoV-2-Infektion auftreten.

Der Patient braucht Ihre ganze Aufmerksamkeit:

  • Der Patient sollte (etwa bei hohem Fieber) strikte Bettruhe halten.
  • Der Patient darf aufgrund der Ansteckungsgefahr seine Wohnung nicht verlassen.
  • Führen Sie regelmäßig alle notwendigen Prophylaxen durch, etwa Obstipations-, Thrombose-, Intertrigo-, Exsikkose- und Dekubitusprophylaxen. Besonders wichtig sind Maßnahmen im Rahmen der Pneumonieprophylaxe, da die Lungenentzündung eine häufige Komplikation ist.
  • Der Patient braucht mehr Hilfe bei der Körperpflege als bislang. Wenn der Klient zu erschöpft ist, kann die Körperpflege eine anstrengende Prozedur sein.
  • Achten Sie auf eine wärmende Kleidung, angenehme Wärme, so dass der Patient nicht schwitzt.
  • Vermeiden Sie Zugluft und Kälte.

Ist das Ankleiden ein Problem?

Bei einer Schwächung und Erkrankung des Patienten ist das Ankleiden herkömmlicher Kleidung oft erschwert. Geben Sie Ihrem Patienten eine Kleidung, die sich leicht bedienen lässt und unterstützen Sie den Ablauf, wenn es schwierig ist ein Kleidungsstück anzuziehen oder daraus zu kommen.

Pflegemode kann dabei eine gute Hilfe sein, das Ankleiden in diesen Zeiten zu verbessern. Praktische Oberteile und Hosen helfen den Tag- Nachtrhythmus zu erhalten. Das Wechseln der Kleidung ist ohne Anstrengung sowohl für den Patienten als auch für den Helfer.

Pflegemode leicht erklärt from Tamonda on Vimeo.

 

 

  • Achten Sie regelmäßig auf die Vitalwerte (Puls und Blutdruck) sowie Angaben zum Allgemeinzustand (Hautfarbe, Atemfrequenz, Schwitzen).
  • Achten Sie auf eine gesunde Ernährung. Bei einer (SARS-CoV-2-)Infektion ist der Patient häufig appetitlos und muss zum Essen animiert werden. Reichen Sie Wunschkost, die leicht verdaulich und vitaminreich sein sollte.
  • Beim Husten und beim Niesen reichen Sie Ihrem Patienten ein Taschentuch. Wie in alten Zeiten sind waschbare Baumwolltaschentücher aus Omas und Opas Schublade praktisch. Einwegtaschentücher sind Keimüberträger, die nach Gebrauch zügig unter Verschluss entsorgt werden sollten.
  • Halten Sie die Hände gut sauber. Ein gründliches Händewaschen mit Wasser und Seife unterstützt, die Ansteckungsgefahr einzudämmen.
  • Putzen Sie regelmäßig, halten Sie Ihre Umgebung sauber, besonders Küche und Toiletten.
  • Reinigen Sie Oberbekleidung und körpernahe Wäsche in der Waschmaschine mit handelsüblichen Waschmitteln. Sie können gegebenenfalls einen Hygienespüler zusätzlich verwenden.
  • Wechseln Sie regelmäßig die Bettoberwäsche. Schütteln und lüften Sie Kissen und Bettdecken gut durch.
  • Gestalten Sie eine gemütliche Atmosphäre, die das Wohlbefinden des Patienten verbessern kann.

 

Ergänzend zu pflegerischen und zu medikamentösen Maßnahmen können bekannte Hausmittel hilfreich sein. Diese sind vielen Senioren aus ihrer Jugend bekannt und auch bei demenziell erkrankten Personen entsprechend biografisch gut verankert. Dazu zählen zum Beispiel:

  • frisch zubereitete Hühnersuppe (lindert Beschwerden wie Husten)
  • Inhalieren (lindert Husten)
  • Wadenwickel (senkt hohes Fieber)
  • Gurgeln mit Salzwasser oder mit Salbeitee (lindert Halsschmerzen)

Welche Hausmittel sind Ihrem Angehörigen bekannt? Fragen Sie gerne nach, denn der Betroffene wird am besten wissen, was ihm helfen kann oder informieren Sie sich weiter in Ihrer Apotheke und beim Hausarzt.

Von diesen potenziell schädlichen Hausmitteln kann man abraten:

  • Sauna und Erkältungsbäder (Die Wärme belastet den angeschlagenen Körper.)
  • Kaffee, Alkohol und schwarzer Tee (Diese Getränke sind in erster Linie Genussmittel.)
  • Knoblauchzehen (Diese sind gesund, aber unwirksam gegen SARS-CoV-2.)

Hinweis:

Nach einer überstandenen Infektion wird Ihr geliebter Mensch in den folgenden zwei bis drei Wochen unter einer allgemeinen Leistungsschwäche leiden. Auch die Infektanfälligkeit wird erhöht sein.

Achten Sie weiterhin auf wärmende Kleidung und vermeiden Sie Zugluft. Eine gesunde Lebensweise, die den Bedürfnissen und Wünschen des Patienten entspricht, sind doch eine Selbstverständlichkeit.

Bleiben Sie gesund! Die Gesundheit und Liebe des Menschen ist das Kostbarste, was wir haben.

 

Verbessere deinem geliebten Menschen das Ankleiden


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frei nach Quellen:

https://pqsg.de/seiten/premium/artikel/hintergrund-standard-influenza.htm     https://pqsg.de/seiten/premium/artikel/hintergrund-standard-corona.htm

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Über den Autor

Das Pflegemode-Team ist eine Gruppe von erfahrenen (Bekleidungs- und Pflege-)fachleuten. Aus unseren Erfahrungen teilen wir mit Ihnen die Tipps und Möglichkeiten, wie Sie und Ihre Liebsten, älteren Eltern, Patienten und Rollstuhlnutzern einen komfortablen und würdevollen Lebensstil erhalten.  Wenn in verschiedenen Situationen Behinderung und Alter das Ankleiden erschweren, können wir mit Ihnen gemeinsam herausfinden, wie Sie das Beste aus Ihrem Leben machen können.

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