Tipps: Das An- und Auskleiden bei Bettlägerigkeit

Zahlreiche Krankheitsbilder machen einen Kleidungswechsel an der Bettkante oder auf einem Stuhl unmöglich. In solchen Fällen muss das Ankleiden im Bett durchgeführt werden. Das Ankleiden des bettlägerigen älteren Patienten im Bett wird zumeist von einer Pflegekraft allein durchgeführt, sofern keine weiteren Erschwernisfaktoren vorliegen. Dazu zählen etwa schwere Kontrakturen oder Adipositas des Betroffenen.

Das Ankleiden, Umkleiden und Auskleiden erfolgt täglich mehrmals und ist für eine Pflegekraft und auch für den bettlägerigen Betroffenen eine anstrengende Situation.

Vorbereitungen des Kleidens:

Der Patient wird zu Mithilfe im Rahmen seiner Fähigkeiten mobilisiert. Dabei muss ein Sturz des Patienten aus dem Bett vermieden werden. Informieren Sie den Patienten, was Sie tun. Beachten Sie auch grundlegende Veränderungen des Gesundheitszustandes, Wohlbefindens und der Wünsche des Patienten. Das Pflegebett wird auf eine komfortable Arbeitshöhe gestellt.  Fragen Sie den Patienten, welche Kleidung er anziehen möchte. Die gewünschten Kleidungsstücke legen Sie in Griffnähe zum Beispiel auf einen Stuhl.

1. Die Prozedur des Ankleidens mit herkömmlicher Kleidung:

Der Patient wird im Bett aufgerichtet. Wenn das Aufrichten erschwert ist, kann das Bedienen des Kopfteil eines Pflegebettes hilfreich unterstützen. Beachten Sie, dass bei verschiedenen Krankheitsbildern das Aufrichten eines bettlägerigen Patienten nicht erfolgen sollte.

Als Pflegekraft achten Sie auf rückenschonendes Arbeiten. Sie stehen etwas hinter dem Patienten in einer breiten Schrittstellung. Sie sollten nicht vor dem Patienten stehen und ihn an der Schulter in einen Sitz ziehen.

Das Oberteil über den Kopf ziehen

Das Auskleiden eines herkömmlichen Oberteils erfolgt, indem Sie das Oberteil zusammenraffen und über den Kopf hinweg ausziehen. Dabei bitten Sie den schwer kranken älteren Patienten sich etwas nach vorne zu beugen.

Beim Ankleiden des neuen herkömmlichen Oberteils raffen Sie den einen Ärmel soweit, dass der bettlägerige ältere Patient in die Öffnung schlüpfen kann. Falls notwendig, können Sie die Hand des betagten Patienten führen. Je nach Beweglichkeit des Schwerkranken führen Sie den zweiten Ärmel an den Patienten und ziehen dann das Kleidungsstück über seinen Kopf. Je nach Krankheit und Mobilitätseinschränkung, zum Beispiel durch einen Schlaganfall, ist das Ankleiden des Oberkörpers anzupassen. So kann direkt nach dem ersten Ärmel das Kleidungsstück über den Kopf des bettlägerigen Seniors gezogen werden und danach steigt der bettlägerige Patient in den zweiten Ärmel mit seinem aktiven Arm. Die Pflegekraft zieht den Stoff des Kleidungsstücks am Rücken und Bauch zurecht.

Wenn das Ankleiden über den Kopf nicht möglich ist, ist das Öffnen der Kleidung mit Schere oftmals nur der einzige und schnelle Ausweg. Bei einem aufgeschnittenen Oberteil zum Beispiel bei Nachtwäsche oder einem Shirt, bleibt die Vorderseite des Körpers bekleidet, allerdings ist der Rücken unbedeckt.

Das Unterteil nach oben und unten ziehen

Das Entkleiden einer Hose erfolgt in liegender Position. Der bettlägerige Schwerkranke und Patient legt sich dafür auf die Seite, so dass die Hose vom Po runtergezogen werden kann. Das oben liegende Hosenbein wird möglichst weit heruntergezogen. Der Bettlägerige wird nun auf die andere Seite gewendet, damit das zweite Hosenbein heruntergezogen werden kann. Achten Sie auf die Armlage. In der Rückenlage können die Hosenbeine vollständig über die Füße gezogen werden. So kann die Hose komplett ausgezogen werden.

Für schwer Erkrankte und ältere Bettlägerige und auch für die Pflegekraft ist das Ankleiden einer Hose eine große Anstrengung. Für das Anziehen einer herkömmlichen Hose werden die Hosenbeine gerafft und jeweils über einen Fuß gestreift. Der Patient liegt auf dem Rücken und die Hosenbeine werden so weit wie möglich an den Beinen hochgeschoben. Im Bereich der Knie kann es zur Enge der Hosenöffnung kommen, so dass der Kranke in eine seitliche Lage gelegt werden muss. Die Hose wird ein Stück nach oben gezogen. Der bettlägerige Patient wird auf die andere Körperseite gelegt, um auf der anderen Seite die Hose ein Stückweit nach oben ziehen zu können. Stück für Stück wird der Patient / Bewohner / Senior angekleidet. Das ständige Wechseln der Seitenlage erschwert die Situation des bettlägrigen Patienten und auch der Pflegekraft, die stets um das Bett gehen muss, um das Hochziehen der Hose ohne Eigenbewegung des Bettlägerigen zu schaffen. Erst recht, wenn der Patient seinen Pobereich nicht anheben kann, wird das Ankleiden einer Hose besonders mühevoll sein.

In schwierigen Situation kann eine zweite Pflegekraft helfen. Aus Zeitgründen und auf Grund der erschwerlichen Situation für die Pflegekraft und des schwerkranken älteren Patienten kann das Ankleiden einer Hose verständlicherweise weniger werden oder gar nicht durchgeführt werden.

Allgemeine Tipps zur Kleidung

Bitte wählen Sie für ältere Senioren und schwerkranke Bettlägerige hautschonende dehnbare pflegeleichte Qualitäten, die vom Gewicht her leicht sind, nicht beschwerend einengend sind, die sanft zur Haut sind und nicht kratzen. Vermeiden Sie seitliche Reissverschlüsse, Steppnähten, Gesäßtaschen und Knöpfe, die eine Verletzungsgefahr sein können. Achten Sie auf weite Bein- und Armweiten ohne Knöchelbündchen, einen bequemen Halsausschnitt, Kleidung mit sich anpassender dehnbarer Hüfte und guter Rückenabdeckung. Schützen Sie Bronchien, Lunge, Herz und Nieren vor Zugluft. Vermeiden Sie Stress und körperliche Überanstrengung Ihres bettlägrigen schwerkranken älteren Patienten und liebsten Menschen. Herkömmliche Kleidung kann das Ankleiden nun mal schwierig machen.

2. Vorteile: barrierefreies Ankleiden mit Tamonda Pflegemode

Das Wohlbefinden des älteren und zumeist sehr schwachen Patienten steht an erster Stelle. Der bettlägerige ältere Patient soll möglichst bequem und entspannt liegen. Wenn das Aufrichten gewünscht ist, kann das Bedienen des Kopfteil eines Pflegebettes hilfreich unterstützen. Beachten Sie, dass bei verschiedenen Krankheitsbildern das Aufrichten eine Patienten nicht erfolgen sollte.

Barrierefreie Kleidung ermöglicht der Pflegekraft ein rückenschonendes Arbeiten. Sie bereitet die Kleidung zum Ankleiden vor, indem sie die Knöpfe Verschlüsse öffnet.

Das barrierefreie Oberteil leicht und stressfrei kleiden

Das offene Oberteil legen Sie ganz einfach an. Sie führen die liegenden Hände und Arme durch das Kleidungsstück bis an die Schultern. Der Patient braucht sich nicht bewegen und mitmachen. Sie halten die Rückenteile und legen Sie am Rücken übereinander überlappend und verschließen die Knöpfe auf den Schultern. Der Rücken ist immer vollständig abgedeckt. In einer sitzenden oder seitlich liegenden Position wird das Kleidungsstück bequem geschlossen.

Das Entkleiden ist genauso einfach. Öffnen Sie die Verschlüsse auf den Schultern. Das Kleidungsstück gleitet am Körper herab und kann ohne Anstrengung im Sitzen und Liegen genommen werden.

Das barrierefreie Unterteil leicht und stressfrei kleiden

Eine barrierefreie Pflege Hose lässt sich sehr leicht ankleiden, in jeder Position, ob der Patient sitzt oder liegend ist.

Wählen Sie bequeme Hosenschnitte, die je nach Wunsch und individuellen Bedarf das Ankleiden leichter machen.

  1. Die Arthritis Kletthose – eine Schlupfhose mit seitlichen Öffnungen und Klettverschlüssen für Patienten mit Eigenbewegung
  2. Die Rollstuhl Pflegehose – eine Schlupfhose mit hinterer Rückenöffnung ohne Hosenboden für Patienten ohne Eigenbewegung

Die Pflegekraft öffnet die Hose am Hosenbündchen. So hat die Hose einen sehr weiten Einstieg.

Die Hosenbeine sind weit und dehnbar und lassen sich bequem an den Beinen hochführen, auch bei Prothesen, Orthesen, Gips und anderen Verbänden. Die Pflegekraft führt die Bauch- und Rückenverdeckung der Hose um den Körper und verschließt die Pflege Hose. Der ältere bettlägerige Patient ist komfortabel und diskret mit wenigen Berührungsmomenten seriös und anspruchsvoll gekleidet. So würdevoll und ideal kann das Ankleiden sein!

Vorteile unserer barrierefreien Pflegemode:

Der Patient

  • der Patient kann im Sitzen oder Liegen leicht angekleidet werden
  • der Patient ist spürbar entspannt und ohne Schmerz
  • der Patient ist schneller bekleidet und vollständig bedeckt
  • der Patient ist würdevoll gekleidet
  • der Patient kann mobilisiert am sozialen Leben teilhaben
  • der Patient erfährt Prophylaxe – Sturzvermeidung – Dekubitusvermeidung -Schmerzvermeidung – Inkontinenzvermeidung
  • der Patient erlebt das Ankleiden als angenehm
  • der Patient fühlt sich wohl
  • der Patient kann genesen und freut sich über Besuch
  • der Patient lebt sicherer durch Verringerung der Ansteckungsgefahr bei Infekten
Die Pflegekraft

  • die Pflegekraft kann den Patienten ohne Kraftaufwand an- und auskleiden
  • die Pflegekraft arbeitet rückenschonend und diskret
  • die Pflegekraft kann distanziert und sicher arbeiten
  • die Pflegekraft schont Zeit und sich selbst
  • die Pflegekraft kann ihren gut gekleideten Patienten mobilisieren
  • die Pflegekraft unterstützt mit Prophylaxe – Sturzvermeidung – Dekubitusvermeidung – Schmerzvermeidung – Inkontinenzvermeidung
  • die Pflegekraft findet das Ankleiden des Patienten als angenehm
  • die Pflegekraft fühlt sich wohl
  • die Pflegekraft hat Zeit für die wichtigen Dinge
  • die Pflegekraft arbeitet sicherer und verringert die Ansteckungsgefahr bei Infekten

Natürlich Pflegemode

Pflegemode ist für die besonderen Bedürfnisse der Patienten konzipiert und bietet nur hautschonende dehnbare pflegeleichte Qualitäten, die vom Gewicht her leicht sind, nicht beschwerend, die sanft zur Haut sind und nicht kratzen. Pflegemode ist barrierrefrei und hat weite Bein- und Armweiten ohne Knöchelbündchen, einen bequemen Halsausschnitt. Die Schnitte sind anpassungsfähig in jeder Situation mit dehnbarer Hüfte und guter Rückenabdeckung. So schützen Sie Ihren geliebten Menschen und schenken ihm ein sanftes Ankleiden für mehr Wohlbefinden, Gelassenheit, Ruhe und mehr Lebensqualtität. Schenken Sie wertvolle Lebenszeit dem Betroffenen und der Pflegekraft!

Wie immer können wir Ihnen dabei helfen, die besten Kleiderentscheidungen für Sie und Ihre Lieben zu treffen.

Rufen Sie uns unter 04882 60 66 500 an.

 

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Über den Autor

Das Pflegemode-Team ist eine Gruppe von erfahrenen (Bekleidungs- und Pflege-)fachleuten. Aus unseren Erfahrungen teilen wir mit Ihnen die Tipps und Möglichkeiten, wie Sie und Ihre Liebsten, älteren Eltern, Patienten und Rollstuhlnutzern einen komfortablen und würdevollen Lebensstil erhalten.  Wenn in verschiedenen Situationen Behinderung und Alter das Ankleiden erschweren, können wir mit Ihnen gemeinsam herausfinden, wie Sie das Beste aus Ihrem Leben machen können.

Empfehlen Sie Tamonda Pflegemode an Angehörige und Kollegen, Freunde und Familien, die jeden Tag einen lieben Menschen umsorgen!

1 Gedanke zu „Tipps: Das An- und Auskleiden bei Bettlägerigkeit“

  1. Der Patiend muss mehrmals beim Waschen ubd Anziehen gerollt o, und geschoben werden, Bett in die Waagrechte fahren? Patient ist extrem unbeweglich.

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